Unveröffentlichte Sterne Texte

Diese Texte wurden Frank Spilker auf einem Konzert geklaut (Nein, ich bin´s nicht gewesen) 
und im Gästebuch der Sterne Homepage gepostet. Seitdem geistern sie im Netz umher. 
Frank Spilker und Thomas Wenzel haben sich dazu in einem Interview mit dem B-Side 
Indiepopscenezine so geäußert:

B-Side: Im Internet geistern ja schon lange Text-Rohfassungen einiger neuer Stücke 
    herum, die Frank auf einem Konzert geklaut wurden. Wie stehst du dazu, Frank?
Frank: Da müssen die Leute mit leben, wenn man sich das auf diesem Wege besorgt. 
    Nein, ich finde es nicht wirklich schlimm, weil diese Sachen ja durch Aufführungen 
    schon öffentlich gemacht wurden. Es ist natürlich nicht die Absicht, dass da jemand 
    die Texte mitschreibt bzw. klaut und veröffentlicht. Aber es ist ja schon vorher die 
    Überlegung gewesen, dass wir das irgendwie aufführen. Ein Problem wäre es, wenn jetzt 
    jemand die Schreibtisch-Schublade durchwühlen und Sachen herausziehen würde, die ich 
    auf keinen Fall veröffentlichen würde. Das ist was anderes.
B-Side: Unter diesen Songs war auch "Die Sterne im Juli". Was ist daraus geworden?
Frank: Das haben wir verworfen. Das war ein Entwurf für den Film "Im Juli" von Fatih 
    Akin. Da sind wir gefragt worden, einen Titelsong zu machen. Das ist dann aber aus 
    verschiedenen Gründen nichts geworden. 
Thomas: Aber der war damals so weit, dass wir ihn schon mal aufgeführt haben.
B-Side: Somit ist er höchstens als Bootleg erhältlich?
Frank: Wenn es eine Aufnahme gibt, vielleicht, ja.
B-Side: Der Text von "Ich möchte nichts mehr von dir hören" bietet sicherlich viel 
    Identifikationspotenzial.
Frank: Ja, das ist natürlich eine Standardsituation.
B-Side: Auch von diesem Song gibt es eine Rohfassung im Internet, die eine dritte 
    Strophe enthält. Warum habt ihr sie jetzt weggelassen?
Frank: Das wäre zu lang geworden. Überflüssig. 
Thomas: Das Songformat schreibt das vor. 
Frank: Das ist dann zum Beispiel das Problem, wenn Leute Texte besorgen, und die 
    Arbeit ist noch nicht abgeschlossen. Letztlich entscheidet man das erst bei der 
    Produktion. Da haben wir die Strophe herausgeschmissen. Wenn du mehr Abstand dazu hast 
    und merkst, dass das gar nicht nötig ist und viel geiler, wenn man es weg lässt. 

Das Interview wurde von (roj/mab) geführt. Komplett ist es beim B-Side Indiepopscenezine 
nachzulesen. Vielen Dank für die Freigabe.

Und hier sind die Texte:

1) Die Sterne im Juli
2) Du hast die Welt in deiner Hand
3) Ich will nichts mehr von Dir hören
4) Schier Herzattacke
5) St. Pauli Blues
6) Wir hängen hart


Die Sterne im Juli
 
Es sind andere Zeiten jetzt
Juni, Juli, August
Es sind andere Zeiten
Ich tu nur noch was ich muß
Und ich muß immer an sie denken
Dabei ich würde's lieber lassen
Ich schau mir nur den Himmel an
Und krieg ihn nicht zu fassen

Refrain:
Soll ich dir sagen, wie das aussieht, 
mit den Sternen am Himmelszelt?
Soll ich dir sagen, wie das aussieht, 
wie sich das konkret verhältt?
Ich seh sie immer vor mir
Ich seh sie ganz dicht vor mir
Und ich hinter Ihnen her

Ein Stern in ihren Augen scheint
mich wie die Sonne an
Wenn sie aufgeht will ich dort sein
und sehen, daß ich mich sonnen kann.
Wir sind nicht vergänglich
und wir werden nicht untergehen.
Wie sind anderer Meinung,
wir hören nicht auf uns auszudehnen


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Du hast die Welt in deiner Hand
 
Du hast die Welt in deiner Hand 
Du hast die Welt in deiner Hand
Du hast die Welt in deiner Hand
Du hast die Welt in deiner Hand

Gib sie wieder her
Ich brauche sie so sehr
Gib sie wieder her
Bring sie doch zurück zu mir

Du hast mein Herz in deiner Hand
Du hast das Herz und den Verstand
Du hast die Meere und das Land
Du hast die Welt in deiner Hand

Gib sie wieder her
Ich brauche sie so sehr
Gib sie wieder her
Bring sie doch zurück zu mir

Du bist der Anfang und das Ende
Du nimmst die Welt in deine Hände
Was zum Teufel fängst Du damit an
Du hast die Welt in deiner Hand

Gib sie wieder her
Ich brauche sie so sehr
Gib sie wieder her
Bring sie doch zurück zu mir

Du hast die Welt in deiner Hand
Und ich hab nichts was ich dagegen tun kann
Ich hab es ausprobiert - das wird nichts mehr
Du hast die Welt, jetzt gib sie her


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Ich will nichts mehr von Dir hören

Kennst Du das man weiß, daß man weiter ist, 
obwohl man nur gerade wieder mal gescheitert ist, 
hinter Dir liegt ein Haufen Mist, 
doch Du fühlst dich nicht mehr verletzt.
Irgendwie schön, daß Du anrufst 
ich finds nur überflüssig, 
daß Du's grad dann tust, 
wenn der ganze Schmerz eben nachlässt, 
so wie jetzt.

Ich will nicht wissen wie's dir geht
Was soll mich das interessieren
Zu erfahren, wie's um dich steht
Ich will nichts mehr von dir hören
Was Du für Probleme hast
Interessiert mich grad nicht sehr
Ich habs selber eher schwer
ich will nicht mehr von dir hören

Vorläufig geschlossen, meine Ohren für die Verflossene 
und Ihre Sorgen, wie Du Dir leicht denken kannst.
Wir haben die Zeit miteinander genossen, 
wir sollten nicht dastehen wie begossene Pudel. 
Sondern frei sein. Sei frei wenn Du kannst.

Ich will nicht wissen, wie's dir geht
Was soll mich das interessieren
Zu erfahren, wie's um dich steht
Ich will nichts mehr von dir hören
Was Du für Probleme hast
Interessiert mich grad nicht sehr
Ich habs selber eher schwer
ich will nicht mehr von dir hören

Wir könnten Freunde bleiben, 
meinst Du und damit das schlimmste vermeiden 
aber das ist doch auch Schwachsinn
Eines Tages vielleicht, sind wir alte Bekannte 
und entdecken uns neu als Geistesverwandte 
doch: wen tröstet das denn?


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Schier Herzattacke
 
Schier Herzattacke

Das Licht ist hell und schier
Doch für Augenblicke
Ist es an uns nicht interessiert

Unsere Blicke sind zu zweit
Und wie sie sind, wollen sie auch bleiben
Sie wagen noch nicht wirklich was
Und fangen schon an zu übertreiben

Ich weiß, daß Du mich liebst
Ich weiß nicht, was Du dafür kriegst
Ich frag mich was geschieht,
Was wird bloß aus diesem Lied?

Das Licht ist hell und schier
Doch im Gewirr der Blicke
Scheint es, daß es sich verliert


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St. Pauli Blues

Wir sind verloren
Wir treiben ab
Und nehmen das alles
Mit ins Grab
Die eigenen Augen
Und die eigenen Ohren
Ich will nichts mehr sehen
Ich kann nichts mehr hören

Ich möchte mich in die Ecke verkriechen
aber hilft nicht
Ich könnte den ganzen Tag nur noch schreien
aber Nein
Da hilft nichts auf der Welt,
wenn dir St.Pauli auf den Geist fällt
wenn dir St.Pauli auf den Geist fällt

Wir waren verliebt
Kam mir so vor
Und jetzt ist alles
So lange her
Die Nacht vorbei
Der Kiez gefegt
Und alles schleicht
Was sich bewegt


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Wir hängen hart

Du mußt raus in die Welt, 
du mußt die Welt retten, 
jeden Tag verstehst du?
Wir hängen hart in den Seilen, 
manche liegen in Ketten
Du mußt raus 
Du musst die Welt retten.
Wir müssen uns wehren.
Da draußen gibt es soviel Böses.
Das muß ich dir doch nicht erklären.
Ich geb Dir Anschwung, was willst du mehr.
Was willst du noch?
Ich gebe alles her.

Wir hängen hart 
hängenhart!

Zusammenhang
Wir halten zusammen,
aus gutem Grund, denn wir sind gefangen.
Wir hängen hart aneinander.
Ich tu schon was ich kann - ja.
Wir hängen rum, wo wir nur können
Und versuchen zu stören und dabei zu gewinnen.
Das ist mehr als unsere Pflicht. 
Ich hab nur Dich und Du hast mich.

Wir hängen hart
hängenhart!
Zusammen.


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