Draußen auf Kaution (Musik - Distelmeyer, Bohlken, Rattay / Text - Distelmeyer) Vor meinem Fenster fängt es an sich zu bewegen ein neuer Tag nimmt seinen Tageslauf einer mehr an dem ich aufstehn muß um irgendwas zu tun gegen den Schmerz das Stechen im Kopf das Stechen im Herz treibt mich nur tiefer in den Kummer rein und tiefer ins alleine sein Überall sind Menschen in den Straßen kenn ich nicht gehöre nicht dazu frage mich zu wem ich denn gehöre und wenn wer zu mir spricht hör ich nicht zu ich sehe dich und wie wir uns umarmen wenn ich die Augen öffne war es wieder nur ein Traum so geht es jeden Tag an jedem Morgen tiefer ins alleine sein Irgendwie gehts dann doch raus aus den vier Wänden und draußen geht es dann zu jemand völlig anderm hin so bin ich dann in dessen guten Händen und glücklich, daß ich mit wem zusammen glücklich bin am nächsten Morgen habe ich das alte Stechen und neben mir liegt wer der sich bald leblos an mich schmiegt wies dazu kam hab ich danach vergessen stattdessen bin ich längst wieder am Werk Jet Set (Musik - Distelmeyer, Bohlken, Rattay / Text - Distelmeyer) Offen gesagt haben wir vor weiterzumachen als Gescheiterte bisher In Sachen Selbstverwirklichung offensichtlich halten welche nicht soviel davon wie wir diese Welt ist nicht das Leben sicher kostet sie Dich Deins dekor encore d'accord empore Jet Set Überall wo ich nicht bin bin ich am besten aufgehoben mir andern Worten wird es dieses Mal präziser sein? getrennt verletzt es und hört nicht auf zu zählen bleibt am Leben bleibt am Sterben will ich das werden was ich bin werden weil ich werden bin und nie und nimmer ganz für immer dekor encore d'accord empore Jet Set Vieles ist im Leben Zufall doch die meisten wollen Schicksal gegen den Strich geht's durch die Rechnung und in ihr zweideutig auf das eigene Leben durch Wiederholung Wiedergabe und Erzählung doppeln die Geschichte zählbar machen schafft also 2, 3, 4, viele aus Unterscheidung eine Umgebung ist nie und nimmer ganz für immer dekor encore d'accord empore Jet Set In diesem Sinne haben wir vor weiterzumachen als Gescheiterte bisher in Sachen Selbstverwirklichung doch offensichtlich halten welche nicht soviel davon wie wir diese Welt ist nicht das Leben sicher kostet sie mich meins ist nie und nimmer ganz für immer dekor encore d'accord empor Jet Set 2 oder 3 Dinge, die ich von Dir weiß (Musik - Distelmeyer, Bohlken, Rattay / Text - Distelmeyer) Ein Brief von weit weg so bist Du mir nah und trotzdem nicht hier und doch bist Du da und es glitzert liegt in meinen Händen wie sind politisch und sexuell anders denkend Ein Brief nach weit weg so bin ich Dir nah trotzdem nicht bei Dir und doch bin ich da Schattenentblößte zieh den Wolken voran unkenntlicher wirst Du unkenntlich feiner feiner ein Faden an dem Du herabwillst um unten zu schwimmen da siehst Du Dich schimmern in Deinen Farben Aus heit'rem Himmel tauchst Du auf und wir jagen durch die Straßen das fühlt sich gut an und wir sehen super aus und wir haben uns was zu sagen 2 oder 3 Dinge, die ich von Dir weiß Wie das Gelb wandern auch unsere Worte die stottern und stammeln von Dingen und Sachen die den Augenblick machen in dem wir uns fassen als andere Größen in einem Strom ohne Angst einzuflößen Ein Brief von weit weg so bist Du mir nah und trotzdem nicht hier und doch bist du da und es glitzert liegt in meinen Händen wir sind politisch und sexuell anders denkend. Walkie Talkie (Musik - Distelmeyer, Bohlken, Rattay / Text - Distelmeyer) Ein Auge sieht den Himmel offen der verspricht uns etwas Blaues der Wind gerät in einen Taumel die Wolken kippen um ins Graue vom Gelb der Schatten eines Zweifels das Grün darunter in Erwartung darauf fällt Blau aus allen Wolken im Dunkeln zieh'n die Wolken weiter Die Häuser kriegen leuchtende Augen durch die Fenster haben sie Ränder in meinem Zimmer schalt ich Gelb an scheint gelb, kennt keine Grenzen und sieht so etwas was ich nicht seh wandert weiter durch die Zeilen brennt schwarze Löcher in die Decke und besetzt die Zwischenräume Rot an sich ist rot erblindet hält sich kreisförmig für möglich sucht in sich nach einem Vorwand stößt an seine Grenzen flüchtig Gelb gibt den Weg frei und verschwindet Rot druckt steh aus, ist direkt glücklich fließt freigesprochen nicht unbegrenzt ununterbrochen bis zur Erschöpfung Selbst überwunden sollen Worte untermauern grausames Rot läßt Blau erschauern sichtbare Finsternis ist blau Rot gibt den Weg frei und verschwindet selbst Gelb gerät in einen Taumel vergießt sich blau und möchte rot sein tritt zwischen Quelle und die Mündung hüllt sich in Weiß ein und erblindet mein schwarzes Haupt will sich erheben zuviel Rot das war ihm peinlich Gelb allein ist mir nicht heilig blau vergossen wird Gelb grünlich Eine eigene Geschichte (Musik - Distelmeyer, Bohlken, Rattay / Text - Distelmeyer) Es hat uns niemand gefragt wir hatten noch kein Gesicht ob wir leben wollten oder lieber nicht hin und her und hin und her gerissen zwischen verstehen wollen handeln müssen keine Liebe keine Arbeit kein Leben an meinem Kissen schlag ich mir den Kopf auf und wenn der Tag kommt bleibt es kleben und der Staat ist kein Traum sondern bleibt wie mein Kissen ein mich gestaltender, die Fäden, die rissen und Welt verwaltender Zustand der sich durch mich und mich bewegt durch Gedanken aus Stein aus Licht eine Mauer eine Sonne aus Eisen eine Sprache aus Trauer Eine eigene Geschichte aus reiner Gegenwart sammelt und stapelt sich von selbst herum um mich während ich durch die Gegend fahr Und in den Straßen liegt der Staat und sagt: was regst Du Dich und Deinen Magen künstlich auf wärst Du doch bloß im Bett geblieben 'Au nee, weil ich so oberflächlich bin kehrt sich mein Inneres nach außen steht mir bis hierhin und ins Gesicht geschrieben Macht verrückt was euch verrückt macht mit Kissen vor der Stirn und in mir drin ein Vakuum geh ich durch Straßen voller Menschen dieser Stadt und frage mich wo ich gern wäre wo fang ich an? Gähnende Leere wenn ich schon immer Nichts mit was drumrum gewesen war dann mach ich mir `n Schlitz ins Kleid und find es wunderbar Einen eigene Geschichte aus reiner Gegenwart sammelt und stapelt sich von selbst herum um mich während ich durch die Gegend fahr Also nichts wie raus aus Hamburg first we take Manhattan und dann ab nach Berlin da wo die Leute aus Heimweh hinzieh'n Wat will isch in Italien isch will doch Genitalien Berlin Wall, gegen Holo, Hool und Holidays denk ich und zieh mir später noch was rein dann durch die Bars schlafen kann ich schließlich wenn ich tot bin auf halber Strecke bleib ich liegen und träum davon mit allem eins zu sein den Traum vom Staat der sich selbst reicht, der nichts beweist zusammenwächst wie's sich gehört und verbreitet seinen Glauben Gedanken aus Stein aus Licht eine Mauer Eine eigene Geschichte aus reiner Gegenwart sammelt und stapelt sich von selbst herum um mich während ich durch die Gegend fahr Am nächsten Morgen bleibt das Kissen an mir kleben hab mir den Traum zur Wunde aus dem Kopf geschlagen und mir fallen Deine und dann meine Körperteile wieder ein und Deine Haut und ich denk dran wo ich gern wäre hab aus der Wasche rausgeschaut entlang der Schichten deren Dichte ich verwünsche wie mein Körper ein Gesellschaftsbau von vielen der große Nenner unter ihnen: ich heiße Einheitsarchitekt Du kannst auch Blödman zu mir sagen Stimmt, wenn alles in einanderpaßt hat es bald nichts mehr zu bedeuten Eine eigene Geschichte aus reiner Gegenwart sammelt und Stapelt sich von selbst herum um mich wahrend ich durch die Gegend fahr Und der Staat ist kein Traum ist sogar in meinen Küssen ein mich gestaltender, die Fäden, die rissen und Welt verwaltender Zustand eher Raum als Position und so organisiert er sein Verschwinden indem er sich durch mich bewegt durch Gedanken aus Stein aus Licht eine Mauer eine Sonne aus Eisen eine Sprache aus Trauer Verstärker (Musik - Distelmeyer, Bohlken, Rattay / Text - Distelmeyer) Merkst Du was ich merke? wenn ich den output verstärke jeder geschlossene Raum ist ein Sarg als Text der kein Behälter Sarg sein mag schreib ich mich auf um nicht zu ex- oder zu implodieren Platzangst reduzieren zieh ich mich zu und ab und zu aus und hör nicht auf Prozess und Technik und mich selbst zu buchstabieren Zeiträume neu im Sinn von weiter formulieren um dann wie hier später zu sein wie Tinte die sich ausstrecken will einsaugen läßt in ein Bett aus Papier Verstärker Merkst Du was ich merke? was ich bis zur Rückkopplung verstärke hat als Effect reflecting skin merkst Du was? ich merke! wo ich nicht war komm ich nicht hin ich merk was auf der Haut und das macht Sinn falls Du mich liest und darauf stehst Dich von mir berühren läßt und mich berührst Verstärker Merkst Du was ich merke? wie sich mystery/story und hystery und hisstory verstärken falls es nicht Liebe wird es die Bombe beziehungswaise Kiste sein und ich als Text fall immer wieder auf und in mich selber rein und denk na nu Na nu denk ick jetzt bin ick uff erst war ick zu dann geh ich raus und kieke und wer steht draußen: icke Verstärker Ich - wie es wirklich war (Musik - Distelmeyer, Bohlken, Rattay / Text - Distelmeyer) Ich war dabei mir ein Art von Verschwinden die den Tod bezwingt auszudenken und ließ mich nieder wo ich mich beherrsche in den Liedern und in den Sätzen nahm ich kein Ende nur eine Wendung zurück zum ersten Bild das wäre zu erfinden geriet zum Strudel in ein Recycling und sah das Ende in sich verschwinden und es fragt sich war das schon alles? lügt denn die Welt und wenn nicht? ist sie am Ende im Rückstand gegenüber der Moral der Geschichte Ich war dabei eine Art von Verschwinden die den Text bezwingt zu erfinden andere Reime auf die Geschichte nicht auszudenken und ich verlor an Gewicht genau wie die Gedichte geriet in ein Rauschen oder warn das die Mittel mit denen ich mich bewegte die Erfindung einzutauschen und es fragt sich war das etwa schon alles lügt denn die Welt und wenn nicht ist sie am Ende im Rückstand gegenüber der Moral der Geschichte Ich war dabei eine Art von Verschwinden die schließlich mich bezwingt zu Ende zu denken gegen den Schmerz unter dem ich mich krümme zurück zum frühsten Bild von dem ich eigentlich komme ein New Age Poster ein Lebenszeichen auf der Reise ins Innere der Trauer komm ich zum Ende vielleicht ein Anfang einer Art von Verschwinden und ich frag dich war denn das schon alles lügt denn die Welt und wenn nicht ist sie am Ende im Rückstand gegenüber der Moral der Geschichte und ich bin am Ende im Rückstand der Moral der Geschichte L'Etat et Moi (Mein Vorgehen in 4-5 Sätzen) (Musik - Distelmeyer, Bohlken, Rattay / Text - Distelmeyer) Von einem Blatt das unbeschrieben vor mir liegt und Fragen stellt wie ich dem Blick derer entkam die mich durch ihn für sich erzeugen kann ich ohne mich zu beugen in ihm leben oder wachs' ich lebenslang in ihn hinein ein Gegenstand der im Begriff ist loszulegen fragt sich, was ich in aller Welt verloren hab. I killed nature with a groove als ich mich gestern aus ihr sprengte mit einem grellen blinden Fleck den Blick an den für ihn bestimmte Stelle lenkte die ihm als wasserstoffgebleichtes Haar als lichter Punkt entgegensieht und wie ein Star aus dem Rahmen fällt ein Blitz der sich entzieht nach vorn raus und von der Bildfläche verschwindet. Nur ein Bruchteil aus Aktion bin ich ein Bild auf das ich blicke mir von mir mache und in das ich mich selbst schicke in die Versenkung und erhebe mich durch sie meine Welt aus ihren Angeln so gerät alles aus den Fugen in Bewegung Angel! inzwischen Tür und Angel stell ich mich ins Blaue hinein synthetisch her, ein blasser Schimmer out of the blue denkt alles strahlend durch mich durch zu dumm denk ich daß ich wie ausgerechnet immer wo alles klar scheint nichts zum schreiben bei mir hab. Über den Wolken, Heim in Watte Antikörper, den ich hatte, überwunden dreh ich über einer Welt wie ich sie kannte meine Runden die mich fortan Stromfeld nannten wo sich mit tausend Sachen Bahnen überschnitten die mich zur Mitte hin enthüllten ins Offene verdrängten wie die Stränge letzter Nerven Isolierung von sich warfen als Nervenbündel kurzgeschlossen doch nur noch eigene Impulse fühlten. In so erhabener Erstarrung etabliert spannte mich Gott auf seine Folter aus seinem Nichts verhalf ich ihm zu sich doch er zog weiter um sich in mir nach seinem Abbild wie von Sinnen zu erschaffen zog mich der Vollständigkeit halber in den Bann besetzte mich mit seinem Schmerz seinem Programm das im Prinzip mit allem abgeschlossen hatte. Kein Zeitraum blieb mir mehr mich zu entwickeln den Schmerz von mir und mich von ihm zu unterscheiden um ihn trotzdem und Ohnmachtsanfall zu vermeiden wurde ich er, alles in allem, support your local Schmerz ließ ihn in Ohnmacht von mir fallen seitdem zieht Gott als Voyager durch's All sendet von Ringen des Saturn stumme Signale. So beschaffen ist der Alltag der Figuren nie ist je ein Herr der Lage sind wie ich Zeugen, die sich fragen was sie in aller Welt verloren haben. vielleicht den Faden die Erinnerung daran das so wie sie Gestalt annahmen besonnen aufgetaucht in Formen sie wie in Schlaf versinken werden indem Stoff aus dem sie kamen. Sischer datt, doch ganz schön einsam noch hier oben über dem Regenbogen waren mir alle Sterne schnuppe zum aus der Haut fahren ist genau das was ich will noch mehr Masken noch mehr Rahmen noch mehr Puppen in der Puppe zum ausrasten sich entfalten in Richtung all der Einzelheiten die längst bevor ich sie verinnerlichte, für mich begriffen hatte jenseits meiner existierten. Rock'n'Roll hat meinem Leben einen neuen Sinn gegeben den Faden wieder aufzunehmen dreh ich mich nach allen Seiten wie auf's Äußerste gedichtet etwas herauszukriegen wäre diesseits beschriebener Kreise; Reifen, Schleifen, Ringe die sich zu Klängen aus dem Walkman, den Signalen von Himmelskörper hin zu Muttermal bewegten sich so zur Windung zur Spirale überdrehten zum Gesichtspunkt der Geschichte an dem ich twiste, wo ich swinge den Punkt nicht knacke, wie eine Feder von ihm springe. Deutschland, Deutschland spürst Du mich heute Nacht da komm' ich über Dich im freien Fall, seh ich den Boden des Realen durchauslaufende Modelle Deiner hohen Ideale (ihre bloße Gegenwart macht mich meine Träume hassen) meine Ängste meine Sorgen da wo Deine Lichter glühen sind sie verborgen ich fühl mich an wie Pyrotechnik ja, ich weiß woher ich stamme Licht wird alles was ich fassen Kohle alles was ich lasse Flamme bin ich sicherlich. Wo einmal nichts war gräbst Du im Kopfstand Deine Schächte malst Du in Heimat Blut und Boden Dir auf Erden einen Himmel vor Augen aus der Nase nach ins Erdreich rein doch so gesehen liegt er als Hölle Dir zu Füßen und was von da kommt kann wie ich nur Teufel sein ja und ich bin es höchstpersönlich liege leibhaftig im Detail Deiner Ordnung, Fehlberechnung, Bildungslücke entspringt Dein Gott in Deinem Fall die Barbarei Aus diesem Grund und einem Keller voller Leichen zieht es Deutschland nach Europa und ohne sich zu öffnen stellt es Weichen um Schuld und Angst gleich unter Gleichen fernzuhalten sich mit Sicherheit noch weiter zu verdrängen in ein totales Sinn-, Sein- und Zeitbedürfnis das wie zuvor nur in sich selber kreisen kann ein neues Haus, das alte, Heimat bleibt bei der Stange stehen in alter Tradition kommt ohne wegzugehen an. In der Tat, too sexy for the führerbunker ich hab' da gestern wieder ein Problem gehabt sich selbst im Schönen im Unendlichen heilen das ist der wahnsinnige Akt meiner Revolte wer jetzt allein ist wird es bleiben schießt's mir wie eine Kugel durch den Kopf traurig genug, das war ihr Leben ring ich nach Worten als wär's Luft um mich dann in den Wind zu schreiben: sold und nicht mehr blond fang ich nach allen Regeln der meiner Kunst, meines Lateins blind an zu beten. All meine Blicke münden im Dunkeln und ihre Schritte hinterlassen keine Spuren ganz unter uns kannst Du mich finden - im Schwarz der Punkte auf Papier mein Herz der Finsternis ein Kino im Schwarz der Rillen in denen Du Dich bei Dir spiegelst das sieht mir ähnlich und kommt allmählich von der Erinnerung an sich auf etwas anderes, auf Dich. Superstarfighter Schmetterling ohne Angst nichts zu verschleiern was Liebe nicht zustande bringt das schafft die Dummheit das ist der Satz bei dem ich bleibe wie ein Zuhause werde ich damit nicht fertig (ein abschreckendes Beispiel der Beschwörung folgt der Trauer) als wär' ich darauf eingestellt kreise ich weiter unter Lichtzwang um den Tower and if my thought dreams could be seen they probably put my head in an Ich-machine Sing Sing (Musik - Distelmeyer, Bohlken, Rattay / Text - Distelmeyer) Der Staat im Staat in der ersten Person Selbstanklagen klingen hier nach Restauration einer Haut die ist wie eine Blindenschrift die sich ohne Berührungsängste lesen läßt wie ein Fluchtversuch eines Kriegsberichterstatters, der sich selbst verflucht weil er in Liebeserklärungen Auswege sucht und nichts findet Sing Sing Siehst Du ihn jetzt, wie der sich windet? wie wenn ihr eure Augen verbindet der mit Ausdruck Eindruck schindet Bombenkratergleich weil der reißt Dich richtig auf Dein Rücken ist dem eine weit're Tür paß auf Dein Rückgrat auf sagt der und ich stehe hinter Dir das ist Dein Pech der meint gib's mir Sing Sing Jedes Bild ist wie ein Messer ein Gebrauchsgegenstand und lesen meint hier denken mit anderm Verstand indem man liest und was begreift sich und den andern, sucht und findet (das ist Arbeit) das Gefundene mit-teilt und verbindet (das ist Technik) gemeinsam eine Welt erfindet (vielleicht Liebe) und wer das nutzt macht sich verdächtig wird unberechtigt Ladendieb genannt so wird ein Zeichensprecher Schwerverbrecher so wird Gebrauchsgegenstand Mordinstrument jedes Bild ist wie ein Messer Sing Sing Plötzlich ist Platzangst bei Dir und Du glaubst ihr wenn sie Dich fragt ob Du wüßtest wo Du hinwillst ist alles was Du weißt, daß Du bloß weg willst weil Du nicht sagen kannst ,daß Du's nicht wüßtest aber irgend etwas Dir befiehlt ,daß Du das müßtest sagst Du: ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein und denkst, daß Du die Angst so überlistest und nicht daran was Du von Anfang an vermißtest vielleicht ein Feld für eine Möglichkeit von Dir kann gut sein daß ich mich täusche so ist das jedenfalls bei mir Sing Sing Und die Angst die Du fühlst ist das Geld das Dir fehlt für den Preis den Du zahlst für etwas ,das für Dich zählt und Dich sicher sein läßt, daß Du da (wo Du hingehörst) bist. Ware Kunst ist ein Produkt der Phantasie an der dafür vorgesehenen Stelle erhebe ich meine Stimme: das ist soziale Marktwirtschaft langweilig wird sie nie Sing Sing San Ouentin i hate every inch of you do you think i'll be different when you're through Nein, platzt der Staat aus allen Nähten eine Zerstreuung aus unzähligen Teilchen die wie die Splitter eines Spiegels das ganze bewahren und die Mauer in den Köpfen sollte weichen Lucky ohne. für Kontrolle im Problemfeld sollte reichen dafür setzten die Experten neue Zeichen und Akzente: alles Feind Sing Sing Der Staat im Staat in der ersten Person Papi kennst Du den schon Stammheim Babel ich wollte meinen eignen Nabel mir einen Namen machen Namen geben nicht in Staaten nicht in Vollzugsanstalten leben und baute statt/Stadt Staat einen Turm Sohn meiner Eltern und dagegen etwas ging schief Hochstaplerkarriere auf der Lauer der Turm fiel um und wurde Mauer wurde Sprachbarriere ich mache weiter als ob nichts gewesen wäre Sing Sing Evergreen (Musik - Distelmeyer, Bohlken, Rattay / Text - Distelmeyer) "Sag's mit Worten" mein Altbekannter Photosynthesizer Geistesverwandter drückt mich nieder in die Matratzen zieht mir die Schuhe aus und reißt mich mit sich mit Es geht durch Medien in eine Landschaft ein eig'nes Leben vielleicht ohne Verwandtschaft direkt ins Zentrum rein von dem was Welt ist genau so sollt'es sein genauso wollt' ich's Vor Ort fängst an erst an den Rändern der Druck wird stärker mich zu verändern und macht mich fertig die Räume enger bis jede Zelle gänzlich Oberfläche ist herrscht dickes Fell in, an und vor mir sehe ich nichts mehr sehe weder ein noch aus kein Bild vor Augen da hilft kein Glauben ich kam aus Zweifel und ging in Zweifel Jenseits von jedem words don't come easy mein Gott ich brauch sie denn sie schneiden in mich rein und in mein Leben und in den Schall auf dem wir schweben und sei der Bruch auch noch so klein der Schock schreibt mit oh Schreck ein Schnitt oder zum Glück den das Gesehene wird Wort Buchstabensammlung bringt mich zur Welt gibt mir Gestalt wie ich dem Blatt in der Maschine zwischen den Zeilen da kommt noch Licht her ich stürz mich stammelnd in Ruine Skyeyeliner (Text - Distelmeyer) Letzte Nacht meinte meine Mutter sie sei so müde und erledigt und ich dachte mir geht´s ähnlich und an den Haufen von Geschichte und der Tag kommt mir entgegen hat den Rückzug angetreten sucht sich am Horizont ein Ende verjüngt sich eigentlich im Fluchtpunkt Back to Borkhorst, Weiterstadt, Haus der Geschichte wie wär es mit etwas Verwüstung den Horizont damit erweitern und die Angst davor verlieren nicht länger ein System zu schützen und zu verfeinern dass Dich fest und sich als Mythos aufrechthält den Rahmen eines Eingriffs nur verkleinert und wie ein Stammbaum die Gedanken überfällt Letzte Nacht meinte meine Mutter sie sei so müde und erledigt und ich dachte mir geht´s ähnlich und an den Haufen von Geschichte und mein Vater kommt mir im Treppenhaus entgegen hat den Rückweg angetreten sucht sich am Horizont ein Ende verjüngt sich eigentlich im Fluchtpunkt Superstarfighter (Musik - Distelmeyer, Bohlken, Rattay / Text - Distelmeyer) Als der Strom weg war kamst Du zu mir und du sagtest: "Los komm, erklär mir in den Liedern, die Du spielst ist immer weniger von Dir selber drin." "Stimmt genau," sag ich "die sind so wie ich selber bin." Ein Wind um nichts und davon handelt meine Stimme kommt wie ein Wirbel, wind of change von null auf hundert in die Gänge begrenzt die Stille beschreibt Schleifen sorgt für Klänge auf der Kippe die auf den letzten Löchern pfeifen Als der Strom weg war warst Du bei mir und du sagtest:"OK, und jetzt erklär mir die neuen Lieder, die Du spielst die haben kaum noch was zu tun mit mir." "Wem sagst Du das die sind wie ich und davon handeln wir." Um andere Töne nicht zu hören ist meine Stimme unaufhörlich und schlägt als Sprachfluß gleicher Strom von innen an und gegen mich ob ich Dich mehr als sie vermißte nicht daß ich wüßte Als der Strom weg war bliebst Du bei mir und sagtest nichts mehr als wärst Du in mir eingesogen vom Angelpunkt verschlungen als hätt´ ich mir die Haut vom Körper abgezogen nichts außer mir und in Gedanken ging ich zu Dir und ich sagte: Bitte hilf mir vergiß die Lieder die ich spiel die hatten nie etwas zu tun mit Dir die sind so hohl wie ich und darauf Du: "Und davon handeln wir." You make me (Musik - Distelmeyer, Bohlken, Rattay / Text - Distelmeyer) Was mach ich bloß an dieser Stelle an der ich längst noch nicht zu mir gekommen bin wo ich mich kreuz und quer zerstreue in alle Himmelsrichtungen denk ich mich dauernd zu Dir hin Kaum angekommen bin ich schon wieder losgefahren durch's Ozonloch, über den Ozean hinausgeschossen hinter das Licht, mein eigener Schatten und die Erinnerung daran wo ich ihn wann verloren hatte, ausgeschlossen Die Worte sind von sich so schwer daß ich sie nicht mehr singen kann so wie bisher jede Sekunde durch die Zeilen überholen bis hin zum Tod und ihm mit "ich will sterben" beizuwohnen Und von dem Satz geht's in die Praxis aus der Erfindung wegzukommen von sich selbst in die Erfahrung. Ein freies Bild wieder bei Null, ein Weiß mit Kreis Fast so wie ich um von Begreifbarem zu sprechen ich muß gestehen, ich fühle mich. um ein Begreifendes nicht zu erschaffen vielmehr vorstellbar zu machen dreh ich mich mit der Musik mit allem was ich an mir hab mir zur Verfügung steht um Dich Und doch kann hier kaum von Dir die Rede sein ich kann nichts wirklich von Dir sagen soviel ist klar wir sind nicht neu schon lange hier sind wir wie Risse in der Schöpfung Mag sein die Tage sind gezählt die Augenblicke sind es nicht. Für alle Zeiten keine Geschichte zum erzählen, meine ich nicht zum in Stücke schreiben und Du schaust mir ins Gesicht (bei mir statt Ausblick ein Gedächtnis) und sagst: "das wird sich zeigen" Ich bin die Angst vor mir wenn Du Dich fürchtest bin ich bei Dir randvoll Fakten und keine Menschenseele leg ich mich wieder nieder zu den Akten Was mach ich bloß an dieser Stelle an der ich längst noch nicht zu mir gekommen bin wo ich mich kreuz und quer zerstreue in alle Himmelsrichtungen denk ich mich dauernd zu Dir hin