Sonntag (Komposition und Text - Distelmeyer) Die Sonne lacht und ich fühle mich frei Den Fluss entlang an den Häusern vorbei geht mein Blick und ich sehe, wie Schwalben zum Horizont fliegen Die Luft ist warm und das Leben sieht bunt aus Die einen haben gehen mit ihrem Hund raus Ich wollt'n Text schreiben und bin zu Haus geblieben Ich geh durch die Wohnung mit gemischten Gefühlen besteig meinen Thron und sitze zwischen den Stühlen Und der Tag scheint rüber zu mir wie ich so durch die Schöpfung spazier' Alles will blühen - ohne was davon tu haben Der Himmel ist blau, die Leute liegen im Gras Gruppen und Pärchen, alle haben ihren Spaß Und die Blumenbeete leuchten in allen Farben Der Wind ist weich und die Gedanken sind frei Den Fluss entlang an Wald und Wiesen vorbei geht mein Blick und ich denke zurück als für mich alles neu war Das Leben war leicht und wir berauscht von den Weiten Wir hatten Sex zu allen möglichen Zeiten und es ging uns um mehr als nur um das, was grad in war So schwing' ich mein Zepter mit Frühlingsgefühlen auf meinem Thron Zwischen den Stühlen Und der Tag scheint rüber zu mir wie ich so durch die Schöpfung spazier Alles will blühen ohne was davon zu haben Der Himmel ist blau, die Leute liegen in Gras Ich laß es regnen und hab meinen Spaß und seh' Regenbögen leuchten in all ihren Farben So sing' ich und tanze und schwinge mein Zepter geh aufs Ganze und steh' wie der letzte Depp da Egal, der Tag scheint rüber zu mir wie ich so durch die Schöpfung spazier' Alles will blühen ohne was davon zu haben Der Himmel ist blau, Leute liegen im Gras Lerchen singen und alle haben ihren Spaß und die Regenbögen leuchten in all ihren Farben Alles will blühen - ohne was davon zu haben Armer Irrer (Komposition und Text - Distelmeyer) Armer Irrer steht vorm Supermarkt traurig wie Gott, und schenkt sich selbst reinen Wein ein "Hab'n jetzt die andern oder ich versagt?" Es gibt Tage, da will er ein Stein sein Und er geht durch den Park, sieht den Schachspielern zu und den Himmel voller Wolken aus Tränen und eine Oma, die flucht. Sie hat vergeblich versucht ein paar Ratten der Lüfte zu zähmen Einsam geht er seiner Wege, armer Irrer, schlechter Held unter Brücken, auf der Trebe, wertlos in der Warenwelt Armer Irrer streitet mit dem Wind versucht auf seine Art, das Nichts zu vernichten denkt sich, wie durchgeknallt die andern sind "Auf deren Almosen kann ich verzichten" Und er fühlt sich wie Zeus, wenn der Regen beginnt die Straßen in Tiefschwarz zu tünchen Und er trifft eine Fee vor dem Einkaufsquarree und die sagt ihm, er könnt sich was wünschen Armer Irrer, null und nichtig, wertlos in der Warenwelt geht umher und tickt nicht richtig, armer Irrer, schlechter Held Wegen ihm wird niemand weinen, keiner hat ihn je vermisst mit der Welt und sich in Reinen, armer Irrer, der er ist Armer Irrer steht vorm Supermarkt wie Don Quixote und schenkt sich selbst reinen Wein ein Unterm Strich war es ein guter Tag Es gibt welche, da will er ein Stein sein Und er geht durch die Stadt bis die Sonne versinkt und der Mond geht auf hinter den Hügeln und er trinkt, weil er trinkt, und das Wetter, es spinnt Es wird kälter und gießt wie aus Kübeln Einsam geht er seiner Wege, armer Irrer, schlechter Held unter Brücken, auf der Trebe, wertlos in der Warenwelt Wegen ihm wird niemand weinen, armer Irrer, der er ist zieht er weiter im Geheimen, wenn er nicht gestorben ist Krankheit als Weg (Komposition und Text - Distelmeyer) Ich sag mal so: Ich fühl mich komisch und frag mich, kennst Du das von Dir? Isses akut oder schon chronisch wie bei mir? So ein diffuser ziehen- und stechender Schmerz treibt mich allmählich zur Verzweiflung Manchmal tut alles weh und man fühlt sich wie gelähmt und alle Nerven liegen blank Ich krieg' ne Krise, ich werd' krank Krankheit als Weg - ein kranker Geist in einem kranken Körper Was weh tut, lebt - oder: Der Tod klopft an die Tür Der Körper streikt und das Immunsystem sagt: Nicht mit mir! Ich lieg' im Bett und schwitz' mich wund Hey Leute, hier ist mein Befund: Krankheit als Weg Die Ärzte meinen, es sei nichts Ernstes Es gab ein Elixier zum Trost Also, wenn das kein schlechter Scherz ist - na dann Prost! Ich halt mich selber schon für 'nen klinischen Fall und glaub, mir ist nicht mehr zu helfen Kein Wunder, wenn ich überall nur Elend seh' ich hab so'n Hals vor lauter Wut kotz mich aus und weine Blut Krankheit als Weg - ein kranker Geist in einem kranken Körper Was weh tut, lebt oder: Der Tod klopft an die Tür Der Körper streikt und das Immunsystem sagt: Nicht mit mir! Es wird schlimmer, Schritt für Schritt Ich geh kaputt, sag, kommst Du mit? Krankheit als Weg Und ich ging dahin, wo der Schmerz sitzt Ich wollte wissen, was ihm fehlt Ob es das Hirn oder das Herz ist, das mich quält Er saß in einer Ecke über Bücher gebeugt und zeigte mir die kalte Schulter Erst als ich gehen wollte, rief er mir hinterher "Es heißt, daß Zeit die Wunden heilt. Wär' nett. wenn sie sich mal beeilt" Krankheit als Weg - ein kranker Geist in einem kranken Körper Was weh tut, lebt oder: Der Tod klopft an die Tür Der Körper streikt und das Immunsystem sagt: Nicht mit mir! So zieh ich langsam himmelwärts und bleib allein mit meinem Schmerz Krankheit als Weg In der Wirklichkeit (Komposition und Text - Distelmeyer) Du hast bis jetzt noch nicht kapiert was um Dich rum geschehen ist daß Deine Welt den Glanz verliert und nichts mehr so wie vorher ist Hast immer nur an Dich gedacht Geglaubt, dass Dir so nichts passiert Du hast es Dir bequem gemacht und plötzlich bist Du aufgewacht In der Wirklichkeit Du hast Dich gerne weggeduckt wenn's wegen Dir Probleme gab Ansonsten jeden Scheiß geschluckt bei andern nicht an Hohn gespart Du bist gut damit durchgekommen brav mitgespielt, nicht aufgemuckt und mit der Strömung mitgeschwommen Jetzt bist Du endlich angekommen In der Wirklichkeit Du fühlst Dich leer und ausgebrannt fragst Dich, wo Deine Freunde sind Sie sind vor Dir davongerannt weil jeder Deine Launen kennt Nie hast Du Dich wem anvertraut Dich nie zu jemanden bekannt Du hast so gern herabgeschaut Dein Luftschloss nur auf Sand gebaut In der Wirklichkeit Du hast die Zeichen ignoriert und Dich dabei verspekuliert Jetzt stehst Du da und tust schockiert Du traust Dich nicht mehr vor die Tür doch es gibt kein Alibi dafür Du warst von Dir sehr überzeugt davon, daß Dir die Welt gehört Du hast Dich scheint's zu früh gefreut und Dir nur alles selbst zerstört Jetzt macht die Zukunft Dich verrückt es nützt Dir nichts, daß Du bereust Du weißt, es führt kein Weg zurück Ich grüße Dich und wünsch Dir Glück In der Wirklichkeit Alles macht weiter (Komposition und Text - Distelmeyer) Alles macht weiter die Zeit und ihr Garten der Baum vor dem Fenster das Hoffen und Warten die Zwiebeln in Kühlschrank alles macht weiter Der Alltag macht weiter die Probleme und Zwänge der Verkehr in den Straßen die Einsamkeit in der Menge die glücklichen Stunden Phantasien und Pläne Planten un Blomen Enten und Schwäne Alles macht weiter wie bisher die Zeit vergeht und steht doch still die Vögel ziehen übers Meer und der Wind weht, wohin er will Alles auf einmal kommt in Fahrt geht seinen Gang, nimmt seinen Lauf und es wird werden, wie es war: Was es auch ist, es hört nicht auf Alfred macht weiter die Termine mit Riebe das Telefon und der Bildschirm der Blues und die Liebe das Geheimnis des Lebens alles macht weiter Die Geschichte macht weiter die herrschende Klasse der Haß auf die Frauen die Versklavung der Massen das Leben nach Vorschrift die Vernichtung der Vielfalt die schweigende Mehrheit der Zorn und der Zwiespalt Alles macht weiter wie bisher die Zeit vergeht und steht doch still die Wünsche wandern übers Meer und der Wind weht, wohin er will Alles auf einmal kommt in Fahrt geht seinen Gang, nimmt seinen Lauf und es wird werden, wie es war: Was es auch ist, es hört nicht auf Alles macht weiter die Nacht und der Morgen der Abschied von Gestern die Freuden und Sorgen die Zwiebeln in Kühlschrank Alles macht weiter Neuer Morgen (Komposition und Text - Distelmeyer) Wenn du mit Deiner Kraft am Ende bist und die Leere wie ein Spiegel ist Du bist allein und kommst nicht damit klar Du siehst dich durch die Straßen gehen Und kannst die Welt und dich nicht mehr verstehen Du fühlst dich fremd - nichts ist mehr, wie es war und an ein neues Glück zu denken, fällt dir schwer Es kommt dir vor, als gäb' es keine Hoffnung mehr Gib nicht auf - es kommt ein neuer Morgen Laß es raus - den Schmerz und Deine Sorgen Mach dich frei - von allen falschen Zwängen Nimm dir Zeit - und lern dich selber kennen Und wenn du denkst, dass du am Ende bist weil die Leere wie ein Spiegel ist Du schaust dich an und kommst nicht damit klar Und deine Freunde können dich nicht verstehen Du möchtest nichts und niemand sehen Du fühlst nichts mehr und nichts ist, wie es war Du könntest weinen, doch zu weinen fällt Dir schwer Es kommt Dir vor, als hätt'st Du keine Tränen mehr Gib nicht auf - es kommt ein neuer Morgen Laß es raus - den Schmerz und Deine Sorgen Mach dich frei - von allen falschen Zwängen Nimm dir Zeit - und lern das Leben kennen Es lockt Dich raus mit seinem Licht Alles erstrahlt in seinem Glanz Die Sonne streichelt dein Gesicht Davorn spielen Kinder mit 'nem Ball Und Vögel singen überall: Gib nicht auf - es kommt ein neuer Morgen Laß es raus - den Schmerz und Deine Sorgen Mach dich frei - von allen falschen Zwängen Nimm dir Zeit - und lern das Leben kennen Der Sturm (Komposition und Text - Distelmeyer) Ich bin allein mit meinen Träumen Der Wind weht, wohin er will Die Blätter zittern in den Bäumen Alles schläft, die Stadt liegt still Ich laß mich von Gefühlen leiten Und misch die Töne mit dem Wort Such' nach neuen Möglichkeiten Und wünsch mich weg von diesem Ort Mir ist, als würd' der Wind mich rufen Als sollt' ich ihn heraufbeschwören Und mit Geschick mein Glück versuchen Von fern kann ich sein Heulen hören Pfeifend zieht er durch den Hafen Peitscht die Wellen übers Meer Wirbelt Staub auf in den Straßen Und kommt mit Licht und Lärm zu mir Sturm! Weh wild und frei Sing mir Dein Lied Zeig mir den Dreh Sturm! Auf hoher See Mach, dass es geschieht Brich die Deiche entzwei Wie er durch die Straßen fegt Und tobt und brüllt und wütet Was er in Schutt und Asche legt Hat der Mensch vor ihm verwüstet Kein Stein bleibt auf dem anderen stehen Und in ein paar Minuten Wird Europa untergehen Alles versinkt in schwarzen Fluten Ich bin allein mit meinen Träumen Der Wind weht, wohin er will Die Blätter zittern in den Bäumen Alles schläft, die Stadt liegt still Sturm! Weh wild und frei Sing mir Dein Lied Zeig mir den Dreh Sturm! Auf hoher See Mach, dass es geschieht Brich die Deiche entzwei Jenseits von Jedem (Komposition und Text - Distelmeyer) Alles, was lebt, ist in Bewegung Alles blüht und atmet auf Die Leute ziehen durch die Umgebung Die ganze Stadt ist wie im Rausch Die Sonne scheint und in den Straßen Zeigen die Gaukler ihre Tricks Der weiße Clown tanzt auf dem Drahtseil Und schwenkt dazu ein Kruzifix Und Zampano, der Mann aus Stahl, sprengt seine Ketten Und die Primaballerina tanzt Bolero mit dem Stier Und ich bin hier - Jenseits von jedem Allein mit mir und seh dem bunten Treiben zu Ich sing mein Lied - das ist mein Leben Ich sing für Dich, denn alles, was mir fehlt, bist Du Arielle wirft sich in Schale Sie geht mit ihren Schwestern aus Ihr Ex, der alte Egomane Masturbiert und bleibt zu Haus Und wer sie sieht, gerät ins Schwärmen Was niemand weiß, sie ist verliebt Sie möchte den DJ kennenlernen Der zur Eröffnung Shanties spielt Der Rabensohn ist auf der Flucht vor seinen Eltern Er geht zum Karneval, verkleidet als Vampir Und ich bin hier - Jenseits von jedem Allein mit mir und seh dem bunten Treiben zu Ich sing mein Lied - das ist mein Leben Ich sing für Dich, denn alles, was mir fehlt, bist Du Der Abend kommt in blauen Wellen Die ersten pilgern in die Bars Und nebenan in den Bordellen Suchen die Freier ihren Spaß Das Wunderkind aus der Retorte Hält sein Leben für' ne Farce Er trinkt Green Island ohne Worte Und schaut dabei zu tief ins Glas Und für den Mann im Mond wird es die Nacht der Nächte Und Elektra bastelt Rosen aus Papier Und ich bin hier - Jenseits von jedem Allein mit mir und seh dem bunten Treiben zu Ich sing mein Lied - das ist mein Leben Ich sing für Dich, denn alles, was mir fehlt, bist Du Die Crew vom Holländer ist sauer Weil der Captain Trauer trägt "Ey Boss, das Glück ist nicht von Dauer Und unsere Tage sind gezählt" Sie gehen sich die Zeit vertreiben Im Lichtermeer der Boulevards Wo Paparazzi heimlich weinen Hinter ihren Kameras Der Captain steht an Deck und schaut ins Leere Und die Pauschaltouristen tummeln sich am Pier Und ich bin hier - Jenseits von jedem Allein mit mir und seh dem bunten Treiben zu Ich sing mein Lied - das ist mein Leben Ich sing für Dich, denn alles, was mir fehlt, bist Du Der Jesusfreak stellt Gott zur Rede: "Du hast Dich ganz schön rar gemacht Gehst, mir nichts, dir nichts, Deiner Wege Was hast Du Dir dabei gedacht? Wo du erschufst, kannst Du nicht weichen Stattdessen wirfst Du alles hin Auch Du musst Deine Schuld begleichen Sonst macht das alles keinen Sinn!" So betet er und wartet auf ein Zeichen Es tut sich nichts. Die Dinge bleiben kompliziert Und ich bin hier - Jenseits von jedem Allein mit mir und seh dem bunten Treiben zu Ich sing mein Lied - das ist mein Leben Ich sing für Dich, denn alles, was mir fehlt, bist Du Die Sterne leuchten um die Wette Ein lichter Glanz liegt auf dem See Pinocchio raucht 'ne Zigarette Und seufzt: Wo bleibt die blaue Fee Müde vom Warten, kalt von innen Die alten Wunden tun ihm weh Hört er, wie fremde Stimmen singen Von einer Odyssee Und Ahab winkt von seiner Arche Er hätt' noch Platz für einen blinden Passagier Und ich bin hier - Jenseits von jedem Allein mit mir und seh dem bunten Treiben zu Ich sing mein Lied - und denk an Schweden Ich sing für Dich, denn alles, was mir fehlt, bist Du Das Leben tobt, die Leute tanzen Dracula wittert seine Chance Er macht Cleopatra Avancen Doch die tanzt Foxtrott bis zur Trance Sir Lancelot betritt die Bühne Die Leute stehen auf seinen Flow Er stammelt was von Schuld und Sühne Und stiehlt Parsifal die Show Der Exorzist a.D. erinnert sich an Babel Und Madame Butterfly vertickt Dessous als Souvenir Und ich bin hier - Jenseits von jedem Allein mit mir und seh dem bunten Treiben zu Ich sing mein Lied - das ist mein Leben Ich sing für Dich, denn alles, was mir fehlt, bist Du Manche beweinen ihre Jugend Manche können das nicht verstehen King Lear macht aus der Not 'ne Tugend Für ihn gibt's keinen Weg nur Gehen Er hat genug vom Blutvergießen Und sucht sich irgendwo ne Couch Dort lässt er sich im Chaos fließen Und dem Wahnsinn seinen Lauf Die Zauberin von Oz heult mit den Wölfen Nero spielt im Club of Rome 17 und 4 Und ich bin hier - Jenseits von jedem Allein mit mir und seh dem bunten Treiben zu Ich sing mein Lied - das ist mein Leben Ich sing für Dich, denn alles, was mir fehlt, bist Du Die Wolken legen sich in Falten Die ersten torkeln durch die Nacht Man sieht diverse Lichtgestalten Haben sich mit Lotos frischgemacht Hinten rechts in der Oase Spielen sie Wahrheit oder Pflicht Marquis de Sade ist in Extase Und rezitiert ein Lautgedicht Der letzte Samurai jagt seinen Drachen Napoleon B. spielt Für Elise am Klavier Und ich bin hier - Jenseits von jedem Allein mit mir und seh dem bunten Treiben zu Ich sing mein Lied - das ist mein Leben Ich sing für Dich, denn alles, was mir fehlt, bist Du So drehen sie alle ihre Runden Wie in einem Karussell Bis in die frühen Morgenstunden Der Tag erwacht und es wird hell Die Vögel zwitschern von den Bäumen Als sängen sie in einem Chor: "Du sammelst Wirklichkeit aus Träumen Jetzt kommen wir! Leg Dich aufs Ohr." Und jeder weiß genau, die Zeit wird uns ersetzen Ich komm zum Schluss und leg den Kuli aufs Papier Ich war hier - Jenseits von jedem Allein mit mir und sah dem bunten Treiben zu Das war mein Lied. Was für ein Leben! Ich sing für Dich, denn alles, was mir fehlt, bist Du Jugend von heute (Komposition und Text - Distelmeyer) Wie sie die Straßen langgehen So selbstverständlich und schön Cool in der Gegend rumstehen Wenn man sie sieht, kann man schon neidisch werden Die Jungen so athletisch und männlich Und auch die Mädchen sehen phantastisch aus Manche meinen, sie wären vielleicht etwas dämlich Doch wer so denkt, kennt sich mit Jungsein nicht aus Jugend von heute - die Zukunft von morgen Mit ihren Freunden in der Innenstadt Beim Bummeln und Shoppen wie ihre Alten Nur andere Klamotten und mehr Taschengeld Sie haben es wirklich nicht leicht Aber auch nicht wirklich schwer Vielleicht ist das ihr Problem Wenn man es so sieht, kann man Mitleid haben Und überall hört man die Eltern klagen: "Mein Gott, was haben wir falsch gemacht?" "Also wenn Du mich fragst, ich kann's Dir nicht sagen Aber wenn das mal nichts mit dem System zu tun hat" Jugend von heute - die Zukunft von morgen Mit ihren Träumen in der Innenstadt Beim Essen und Rauchen, zu nichts zu gebrauchen Mit neuen Klamotten und mehr Taschengeld Wie sie die Straßen langgehen So unaufhaltsam und schön Cool in der Gegend rumstehen Und jeder weiß, sie werden die Herrscher der Welt sein Die meisten sind nur telefonisch erreichbar Sie haben ihre Lektionen gelernt Punkt 1: Mit Geld weint es sich leichter, Baby Und zweitens: ... Jugend von heute - die Zukunft von morgen Mit ihren Freunden in der Innenstadt Beim Bummeln und Shoppen wie ihre Alten Mit neuen Klamotten und mehr Taschengeld So war es immer und so wird es bleiben Sie lassen sich treiben und haben Spaß dabei Wir sind frei (Text - Distelmeyer / Komposition - Distelmeyer, Mühlhaus, Rattay) Aus Sternenstaub und Teil des Meers Ergebnis der Gezeiten So kreisen wir schon länger hier Durch unbegrenzte Weiten Wir suchen was, das es nicht gibt Seit ein paar Ewigkeiten Für was mir fehlt, schreib ich ein Lied Und greif in meine Saiten Und die Zeit bleibt stehen in meiner Phantasie Bist du bereit für eine kleine Utopie? Komm sag es allen: Wir sind frei Es gibt kein Müssen und kein Sollen wenn wir nicht wollen Die Zeit der Heuchler ist vorbei und ihre Tyrannei Denn wir sind frei Die Träume enden in den Charts Wem dienen Eure Lieder? Ein Höhenflug und dann: Das wars. Die Erde hat euch wieder Ihr Sklaven in der Überzahl Wie lang noch wollt Ihr leiden? Wer frei sein will, hat keine Wahl Wir müssen uns entscheiden Und manche sagen: Der Typ gehört in Therapie Kann sein, doch um mich weht ein Hauch von Anarchie Komm sag es allen: Wir sind frei Es gibt kein Müssen und kein Sollen Wenn wir nicht wollen Die Zeit der Heuchler ist vorbei Und ihrer Barbarei Denn wir sind frei Aus Sternenstaub und Teil des Meers Ergebnis der Gezeiten So kreisen wir schon länger hier Durch unbegrenzte Weiten Die Welt ist schön (Komposition und Text - Distelmeyer) Die Nacht war lang Ich fragte mich Wie soll es weitergehen Und dunkle Wolken zogen übers Meer Ich saß nur da Und tat sonst nichts Als nur die Wand ansehen Und der Fluss floss ruhig vor sich her Es zog mich raus Ich sah mich um Ich ging nur, um zu gehen Und Schatten tanzten mit dem Wind Ich dachte mir: Vielleicht sind wir Nicht da, um zu verstehen Wir vergehen, wie wir gekommen sind Dann kam der Tag mit seinen Farben Er kam zu mir und der war neu Und ich muss sagen, trotz aller Plagen: Es geht mir gut. Die Welt ist schön. Ich lebe gern Die Sonne schaut zur Tür herein Und sieht mich strahlend an Sagt mir, sie hätt' noch was zu tun Doch später möcht' sie bei mir sein Ich weiß, ich bin ihr Mann Und sie wirft mir mit Blicken Küsse zu Und wie wir durch die Landschaft fahren Mit Freunden oder nur zu zweit An solchen Tagen möchte ich ihr sagen: Ich liebe Dich. Die Welt ist schön. Ich lebe gern Und Gott zieht durch die Galaxien Er ist so einsam und allein An manchen Tagen scheint er zu sagen: Ich bin o.k. Die Welt ist schön. Ich lebe gern.