Apropos Tyrannenmord
(Musik und Text - Distelmeyer / Bearbeitung - Bohlken, Rattay)
(Ghettowelt-7"Single, 1991)
 
Das Wort ist wie ein Überfall
überall gehn Türen auf
und eine brandneue Überraschung
kommt rein und füllt den Raum aus.
Spaß auf dem Vormarsch
trotz Falten auf der Denkerstirn!
Spaß auf dem Vormarsch
in meinem Hirn.
Davon mal ganz abgesehn,
komm rein und mach es dir bequem.
Du hast meinen Namen vergessen
- macht nichts, nenn mich Opfer.
Weltklassewitz hat leider nichts genützt.
Die Welt geht auf
und eine Nacht kommt rein
voller süßester Versprechungen,
selten wirkliche Hoffnungen.
Kirche oder Leben - es
muß mehr geben als das.
Wenn alles, was uns gehört,
ein Wunsch ist, der Krüppelkinder kriegt,
das ist ein Wunsch, der blöde in der Ecke liegt.
Das wird ein Wunsch, der lügt.
Spaß ist kein Spaß.
OK, Apropos Tyrannenmord,
da fällt mir ein:
Ich will kein Gemütsbulldozer sein.
Aber wenn alle Spielverderber zusammenstehn,
können Spaßtyrannen nach Hause gehn.
Wenn alle Spielverderber zusammenstehn,
haben die Tautologen keine Macht mehr über uns!
Du hast deinen Namen vergessen
- macht nichts, nenn dich Opfer.
 
 
Sing Sing ('91)
(Text - Distelmeyer)
(Ghettowelt-7"Single, 1991)
(Zitaterläuterungen stehen bei der "L'Etat Et Moi"-Version von "Sing Sing")

Der Staat im Staat in der ersten Person
Selbstanklagen klingen hier nach Restauration einer Haut
die ist wie eine Blindenschrift
die sich ohne Berührungsängste lesen läßt 
wie ein Fluchtversuch
eines Kriegsberichterstatters, der sich selbst verflucht 
weil er Liebeserklärungen als Auswege sucht 
und nichts findet
 
Siehst Du ihn jetzt, wie der sich windet? 
wie wenn ihr eure Augen verbindet 
der mit Ausdruck Eindruck schindet 
Bombenkratergleich weil:
der reißt Dich richtig auf 
Dein Rücken ist dem eine weit're Tür 
paß auf Dein Rückgrat auf sagt der 
und ich stehe hinter Dir 
das ist Dein Pech der meint 
gib's mir 
Sing Sing

Jedes Bild ist wie ein Messer, ist Gebrauchsgegenstand 
und lesen meint hier denken mit anderm Verstand 
indem man liest
Gedanken sucht und findet 
die dann zitiert, verbindet (das ist Technik) 
und wer das nutzt macht sich verdächtig 
wird unberechtigt Ladendieb genannt 
so wird ein Zeichensprecher Schwerverbrecher 
dann wird Gebrauchsgegenstand zwingend Mordinstrument
wozu Gebrauchsgegenstand, ich brauche Mordinstrument
jedes Bild ist wie ein Messer 
Sing Sing

Hey Knacki, kennst Du den schon
Stammheim Babel
die wollten ihren eigenen Nabel
sich einen Namen, machen Namen geben
nicht in Staaten, nicht in Vollzugsanstalten leben
und bauten statt Staat einen Turm - weswegen ?
die waren Kinder ihrer Eltern und genau dagegen
brave Kinder heiliger Eltern
Hochstaplerkarriere auf der Lauer
der Turm fiel um und wurde Mauer
wurde Sprachbarriere
ich mache weiter als ob nichts gewesen wäre
ich mache weiter als ob nichts gewesen wäre
Sing Sing


Verstärker (1992)
(Musik und Text - Distelmeyer / Bearbeitung - Bohlken, Rattay)
(Live-Bootleg, 1992)

Merkst Du was ich merke?
wenn ich meinen Eindruck verstärke
jeder geschlossene Raum ist ein Sarg
und ich als Text der kein Behälter Sarg sein mag
schreibe mich auf, um nicht zu ex- oder zu implodieren
Platzangst reduzieren
zieh ich mich zu und ab und zu aus
und höre nicht auf Prozess und Technik
und mich selbst zu buchstabieren
Zeiträume chronisch neu im Sinn von weiter formulieren
um dann wie hier später bei dir zu sein wie Tinte
die sich ausstrecken will, einsaugen lässt
in ein Bett aus Papier

Komm!

Merkst Du was ich merke?
wenn ich Nachrichten um der Rückkopplung willen verstärke
das Prinzip der erste Satz dessen was ich bin
ein Text, der sich Dir schreibt 
als Ich-System ist Sex ist Kommunikation
ist überall reflecting skin
an allen Grenzen fremder Körper
ist also selbst schon Sinn
der sich ergibt falls Du mich liebst
vielleicht verstehst
Dich von mir berühren lässt und mich berührst

Merkst Du was ich merke?
wenn ich meine Geschichte meine history verstärke
falls es nicht Liebe ist wird es die Bombe
beziehungswaise Kiste sein
und ich als Text fall immer wieder 
auf und in mich selber rein und denk: nanu
nanu, denk ick, jetzt bin ich uff, erst war ich zu
dann geh ich raus und kieke
und wer steht draußen: icke
jeder geschlossene Raum ist ein Sarg


Der Angriff der Gegenwart auf meine übrige Zeit
(Musik und Text - Distelmeyer / Bearbeitung - Bohlken, Rattay)
(Zeitlupe-7"Single, 1992)
 
Von so weit weg wie noch nie, fern von zu Haus
schau ich durch's Schalloch im Gitarrenbauch
aus meinem Resonanzkörper raus
und sehe mich und michselbst auch
diesmal als Single des Monats
der sich, als wär er immer noch gefangen
Nichtschwimmer im Geburtskanal
und die Erinnerung daran ist sogar so real
daß er sich seine Welt ihr entsprechend einrichtet
der sich dichtet und dabei zur Währung formuliert
indem er sexuelle Phantasien komprimiert
und wie ein Markstück auf den Punkt bringt:
Das ist der Angriff der Gegenwart auf meine übrige Zeit

Was der als Markstück auf den Punkt bringt
erlebt er nicht am eigenen Leib
nur an den Leibern derer, die er umbringt
zu denen er als seine Spuren später jeden Draht verliert
wenn er als Täter auf Popmessen davon singt
daß so ein Leben isoliert, jede und jeden dazu zwingt
die eig'ne Erdung, Ich-Geschichte
für Kapitalinteressen aufzugeben
die wie alles was der Fall ist dichten
sind schließlich Zivilisationsmaschine
nur daß sie Dich dabei vernichten, alle Sinne
die von einer Welt und Dir in ihr berichten
in der Du Schulden machst für Geld
mit dem Du Dich und Deine Räume, Märkte, Werte- und Sozialmilieus
als wär'n's vergess'ne oder nie geträumte Träume
einrichtest, um selbst leer zu überleben
ich bin eine MatchboxGeneration
und laß uns bitte nicht von Geld reden
Das ist der Angriff der Gegenwart auf meine übrige Zeit

Von so weit weg wie noch nie, fern von zu Haus
schau ich durch's Schalloch im Gitarrenbauch
aus meinem Resonanzkörper raus
und seh den Single des Jahres sich zu Währung formuliern:
Alle Zeit der Welt ist Geld
und ich hab keins und keinen Platz
im InterCity, Stadt/statt dazwischen
hör ich den Speisewagenkellner nach 'ner halben Stunde zischen:
"Darf ich kassier'n?"
ich sagte: "Nee," und "noch'n Bier!"
nach einer Stunde war'n's schon vier
und in Hannover war ich dicht und außer mir
alle Zeit der Welt ist Geld und ich hab keins und keinen
Zeitraum mehr nicht mal mehr meinen
Macht Euch die Erde untertan heißt sich beeilen
heißt kriegt sie klein, macht sie zu Geld und blank
ich denk an keinen Waffenstillstand
keine Atempause mehr, Geschichte wird gemacht
und macht mich krank....Punk!
 
 
Langsam
(Musik und Text - Distelmeyer / Bearbeitung - Bohlken, Rattay)
(Zeitlupe-7"Single, 1992)
 
langsam
laß noch Platz und Zeit
für etwas, das langsam bleibt
ohne daß es mich vertreibt
es lebt
und bleibt
langsam
halt den Wagen an
langsam
auf der Autobahn
und dann
küß mich am
Straßenrand

 
Anderes Ich 
(Musik und Text - Distelmeyer / Bearbeitung - Bohlken, Rattay)
(Traum:2-7"Single, 1992)
 
In Ruhe und allein
zum ersten Mal seit Wochen
fällt mir mein Name wieder ein
und ich denk: "Jochen,
Tuning und Soundcheck
das willst du doch nicht wirklich!"
Tuning und Soundcheck
funktioniert doch sowieso nicht
In Ruhe und allein
Hallo wach und Kaffee kochen
ich schalt das Radio wieder ein
und denke: "Jochen,
lieber alleine allein
als zu zweit alleine sein!"
Lieber alleine allein
als gemeinsam einsam sein
In Ruhe und allein
kommt ein Gedanke reingekrochen
fährt mir durch Knochenmark und Bein
hinauf ins Hirn und ich denk: "Jochen,
man könnte ganz und gar selbst anders sein!"
Ganz und gar
selbst, anders sein
(Stimmensample) 


Verstärker ('92)
(Musik und Text - Distelmeyer / Bearbeitung - Bohlken, Rattay)
(Traum:2-7"Single, 1992)
(Anmerkungen zu "Verstärker" siehe "Verstärker" auf "L'Etat Et Moi")

Merkst Du was ich merke?
wenn ich den Eindruck verstärke
jeder geschlossene Raum ist ein Sarg
als Text der kein Behälter Sarg sein mag
schreib ich mich auf
um nicht zu ex- oder zu implodieren
Platzangst reduzieren
zieh ich mich zu und ab und zu aus
und hör nicht auf Prozess und Technik
und mich selbst zu buchstabieren
Zeiträume chronisch neu im Sinn von weiter formulieren
um dann wie hier später bei Dir zu sein wie Tinte
die sich ausstrecken will einsaugen läßt
in ein Bett aus Papier
Verstärker
Verstärker
Merkst Du was ich merke?
was ich bis zur Rückkopplung verstärke
hat als Effect reflecting skin
merkst Du was? ich merke!
wo ich nicht war komm ich nicht hin
ich merk was auf der Haut
und das macht Sinn
falls Du mich liest und darauf stehst
Dich von mir berühren läßt und mich berührst
Verstärker
Verstärker
Merkst Du was ich merke?
wie sich mystery/story und hystery und hisstory verstärken
falls es nicht Liebe wird es die Bombe
beziehungsweise Kiste sein
und ich als Text fall immer wieder
auf und in mich selber rein und denk na nu
Na nu denk ick jetzt bin ick uff erst war ick zu
dann geh ich raus und kieke
und wer steht draußen: icke
jeder geschlossene Raum ist ein Sarg
jeder geschlossene Raum ist ein Sarg 


Laß uns nicht von Sex reden (Live '92)
(Musik - Distelmeyer / Text - Telefon-Sex Tape)
 
Weil auf vielen Blumfeld-Konzerten Pärchen unverständlicherweise bei 
"Laß uns nicht von Sex reden" zu knutschen begonnen hatten, spielten 
Blumfeld das Lied live mit einer Aufnahme einer Telefon-Sex-Hotline 
anstatt Jochens Gesang. Der Text dieses Tapes ist ein Telefon-Sex-Gestädnis 
einer Frau, die erst Selbstbefriedigung und lesbischen Sex beschreibt, 
schließlich aber "einen harten Schwanz wie Deinen braucht". Eine Aufnahme 
dieser Live-Version kann auf dem Sampler "Eine eigene Gesellschaft mit 
eigener Moral" (siehe Diskographie) nachgehört werden.


Hallelujah
(Tausend Tränen Tief-12"Maxi/MCD, 1999)
(Musik & Text - Leonard Cohen / Bearbeitung - Blumfeld)

Now I've heard there was a secret chord 
That David played, and it pleased the Lord 
But you don't really care for music, do you? 
It goes like this 
The fourth, the fifth 
The minor fall, the major lift 
The baffled king composing Hallelujah 

[ Hallelujah, Hallelujah 
Hallelujah, Hallelujah ]

Your faith was strong but you needed proof 
You saw her bathing on the roof 
Her beauty and the moonlight overthrew her 
She tied you 
To a kitchen chair 
She broke your throne, and she cut your hair 
And from your lips she drew the Hallelujah 

[ Hallelujah, Hallelujah 
Hallelujah, Hallelujah ]

You say I took the name in vain 
I don't even know the name 
But if I did, well really, what's it to you? 
There's a blaze of light 
In every word 
It doesn't matter which you heard 
The holy or the broken Hallelujah 

[ Hallelujah, Hallelujah 
Hallelujah, Hallelujah ]

I did my best, it wasn't much 
I couldn't feel, so I tried to touch 
I've told the truth, I didn't come to fool you 
And even though 
It all went wrong 
I'll stand before the Lord of Song 
With nothing on my tongue but Hallelujah 

[ Hallelujah, Hallelujah 
Hallelujah, Hallelujah 
Hallelujah, Hallelujah 
Hallelujah, Hallelujah 
Hallelujah, Hallelujah 
Hallelujah, Hallelujah 
Hallelujah, Hallelujah 
Hallelujah, Hallelujah 
Hallelujah ]


Tausend Tränen Tief (version)
(Musik - Blumfeld / Komposition & Text - Distelmeyer)
(Tausend Tränen Tief-12"Maxi/MCD, 1999)
(Anmerkungen zu "Tausend Tränen Tief": siehe "Tausend Tränen Tief" auf "Old Nobody")

In mir
tausend Tränen tief
erklingt ein altes Lied
es könnte viel bedeuten
in den Tag hinein
will es bei Dir sein
singt es für Dich allein
von neuen Möglichkeiten

Komm zu mir in der Nacht
wir halten uns umschlungen
bis der Tag erwacht
küss mich dann
wie zum ersten Mal

Mit Dir
in ein and´res Blau
wir teilen einen Traum
ein Bild aus anderen Zeiten
so wie Du ein Teil von mir
bin ich ein Teil von Dir
ich kann es spüren
wie [wenn] wir uns berühren

Komm zu mir in der Nacht
wir halten uns umschlungen
bis der Tag erwacht
küss mich dann
wie zum ersten Mal

Ein Lied von zwei Menschen
wie Liebe sich anfühlt
wir fließen im Rhythmus
der Sonne entgegen
Alles ist irdisch
die Welt liegt im Dunkeln
wir schweben im Ganzen
die Nacht gehört uns

In mir
tausend Tränen tief
erklingt ein altes Lied
es könnte viel bedeuten


Kommst du mit in den Alltag
(Musik - Blumfeld / Text - Michael Girke)
(Status:Quo Vadis-12"Maxi/MCD, 1999)

Auf einmal hast Du gesagt
Du verläßt diese Stadt
das Leben hier
hat Dich nur noch müde gemacht
Du warst noch nie da
wo Deine Träume spielen
und Du weißt auch gar nicht
wo das ist
doch Du weißt:
hier ist es nicht

Ist das alles, was das Leben fragt ?
Ist das alles, was das Leben fragt:
Kommst Du mit in den Alltag ?

Weißt Du noch unter
der alten Brücke
wir hatten uns so fest geschwor'n
anders zu sein
als die Leute in ihren Büros
alles schien so einfach zu sein
doch wir haben von all dem
noch gar nichts gewußt

Ist das alles, was das Leben fragt ?
Ist das alles, was das Leben fragt:
Kommst Du mit in den Alltag ?

Manchmal wenn ich meinen Kopf
ganz zärtlich neben Deinen lege
und wir uns ganz tief, ganz tief
in die Augen sehen
dann weiß ich, worum es hier geht
und dann weiß ich
wo ich hingehöre
und ich denke:
Nieder mit den Umständen!

Ist das alles, was das Leben fragt ?
Ist das alles, was das Leben fragt:
Kommst Du mit in den Alltag ?


Tausend Tränen Tief / Loverboy-Mix
(Musik - Blumfeld, DJ Koze, Steve Bug / Komposition & Text - Distelmeyer)
(Status:Quo Vadis-12"Maxi/MCD, 1999)

In mir
tausend Tränen tief
erklingt ein altes Lied
es könnte viel bedeuten
in den Tag hinein
will es bei Dir sein
singt es für Dich allein
von neuen Möglichkeiten

Komm zu mir in der Nacht
wir halten uns umschlungen
bis der Tag erwacht
küss mich dann
wie zum ersten Mal

Mit Dir
in ein and´res Blau
wir teilen einen Traum
ein Bild aus anderen Zeiten
so wie Du ein Teil von mir
bin ich ein Teil von Dir
ich kann es spüren
wie [wenn] wir uns berühren

Komm zu mir in der Nacht
wir halten uns umschlungen
bis der Tag erwacht
küss mich dann
wie zum ersten Mal

Ein Lied von zwei Menschen
wie Liebe sich anfühlt
wir fließen im Rhythmus
der Sonne entgegen
Alles ist irdisch
die Welt liegt im Dunkeln
wir schweben im Ganzen
die Nacht gehört uns

In mir
tausend Tränen tief
erklingt ein altes Lied
es könnte viel bedeuten


That's how I live
(Bearbeitung - The Walkabouts / Translation - Carla Torgerson)
(The Walkabouts: The Train Leaves At Eight, LP/CD, 2000)

That's how I live
in my room 
a blink of the eye 
crystal of time 
a song in darkness 
the shimmer fades 
the frailest comfort 
no single truth

At the middlepoint
it all stands still 
a piece of paper 
no smallest light 
songs to remember 
your breath my hope 
my body sings 
now I think of you

So beats my heart
it beats in me 
hour to hour

It beats for you
for you and me 
for every second

That's how I live
one of many 
I'm not alone

That's how I live
in this late hour 
a weak portrait 
a star of grey 
a musicman 
spins this globe 
a flight a fall 
a brand new day

A white horse
a black bird 
and in the end 
here comes the clown 
nothing and nobody 
by night and fog 
a winter light 
this world of trust

So beats my heart
it beats in me 
hour to hour

It beats for you
for you and me 
for every second

That's how I live
one of many 
I'm not alone 
You are not alone 
We're not alone


Ein privates Problem
(Komposition und Text - Jochen Distelmeyer)
(Graue Wolken-12"Maxi/MCD, 2001)

Ein privates Problem 
Bringt mich durcheinander
Was spricht dafür, 
Daß wir zusammengehören?
Es gibt uns ein Gefühl
Was, wenn wir uns verändern
Ohne sicherzugehen
Auf dem Weg, den wir wählen?

Und man fragt sich: Was ist los mit mir,
Wenn ich von heut auf morgen Zweifel spür,
Der macht, daß ich den Sinn für Dich verlier
Und er sagt zu mir:
Liebe ist nur ein Wort

Ein privates Problem 
Bringt mich durcheinander
Es liegt nicht an Dir
Vielleicht liegt es an mir
Es liegt am System
An den Bildern, mit denen wir uns ansehen
An den Tagen, die fehlen
Und den Ängsten, die uns quälen

Und man fragt sich: Was ist los mit mir
Wenn ich auf einmal nur noch Kälte spür,
Die macht, daß ich den Sinn für Dich verlier
Und sie sagt zu mir:
Liebe ist nur ein Wort

Ein privates Problem 
Treibt uns auseinander
Ich lieb Dich nicht mehr
Du liebst mich zu sehr
Und ich weiß, es tut weh
Ich kann nichts daran ändern
Es gibt nichts zu verstehen
Laß uns erstmal nicht sehen

Und Du fragst mich: Was ist los mit mir
Daß ich von heut auf morgen nichts mehr spür
Auf einmal jeden Sinn für Dich verlier
Und ich sag zu Dir:
Liebe ist nur ein Wort


Nowhere bei mir
(Musik & Text - Nicolle Meyer, Gottfried Tollmann)
(Graue Wolken-12"Maxi/MCD, 2001)

you say we are wrong
we're going the wrong way
you turn your back 
and build up a wall
day by day
day by by day
and our thoughts
just don't meet
and I've lost all the feel for the beat of your heart
you're not near
you're not far
and it's nowhere bei mir where you are

you say we are wrong
we're going the wrong way
get under my skin
you never try
and our thoughts
just don't meet
and I've lost all the feel for the beat of your heart
you don't see, you don't hear
you're not near, you're not far
and it's nowhere bei mir where you are
nowhere bei mir where you are
nowhere bei mir where you are



L'Etat et Moi Blues
(Text - Distelmeyer / Musik - Blumfeld)
(Die Diktatur der Angepassten-12"Maxi/MCD, 2001)

(Auslassungen in der Blues Version
Neu in der Blues Version)

Von einem Blatt das unbeschrieben
vor mir liegt und Fragen stellt
wie ich dem Blick derer entkam
die mich durch ihn für sich erzeugen
kann ich ohne mich zu beugen in ihm leben
oder wachs' ich lebenslang in ihn hinein
ein Gegenstand der im Begriff ist loszulegen
fragt sich, was ich in aller Welt verloren hab.

I killed nature with a groove
als ich mich gestern aus ihr sprengte
mit einem grellen blinden Fleck
den Blick an den für ihn bestimmte Stelle lenkte
die ihm als wasserstoffgebleichtes Haar
als lichter Punkt entgegensieht
und wie ein Star der aus dem Rahmen fällt
ein Blitz der sich entzieht nach vorne raus
und von der Bildfläche verschwindet.

Nur ein Bruchteil aus Aktion
bin ich ein Bild auf das ich blicke
mir von mir mache und in das ich mich selbst schicke
in die Versenkung und erhebe mich durch sie
meine Welt aus ihren Angeln
so gerät alles aus den Fugen in Bewegung
Angel! inzwischen Tür und Angel stell ich mich ins Blaue hinein
synthetisch her, ein blasser Schimmer
out of the blue denkt alles strahlend durch mich durch
zu dumm denk ich daß ich wie ausgerechnet immer
wo alles klar scheint nichts zum schreiben bei mir hab.

Über den Wolken, Heim in Watte
Antikörper, den ich hatte, überwunden
dreh ich über einer Welt wie ich sie kannte meine Runden
die mich fortan Stromfeld Blumfeld nannten
wo sich mit tausend Sachen Bahnen überschnitten
die mich zur Mitte hin enthüllten ins Offene verdrängten
wie die Stränge letzter Nerven Isolierung von sich warfen
als Nervenbündel kurzgeschlossen
doch nur noch eigene Impulse fühlten.

In so erhabener Erstarrung etabliert
spannte mich Gott auf seine Folter
aus seinem Nichts verhalf ich ihm zu sich
doch er zog weiter
um sich in mir nach seinem Abbild
wie von Sinnen zu erschaffen
zog mich der Vollständigkeit halber in den Bann
besetzte mich mit seinem Schmerz seinem Programm
das im Prinzip mit allem abgeschlossen hatte.

Kein Zeitraum blieb mir mehr mich zu entwickeln
den Schmerz von mir und mich von ihm zu unterscheiden
um ihn trotzdem und Ohnmachtsanfall zu vermeiden
wurde ich er, alles in allem, support your local Schmerz
ließ ihn in Ohnmacht von mir fallen
seitdem zieht Gott als Voyager durch's All
sendet von Ringen des Saturn stumme Signale.

So beschaffen ist der Alltag der Figuren
nie ist je ein Herr der Lage
sind wie ich Zeugen, die sich fragen
was sie wir in aller Welt verloren haben.
vielleicht den Faden die Erinnerung daran
das so wie sie wir Gestalt annahmen
besonnen aufgetaucht in Formen
sie wir wie in Schlaf versinken werden
in den Stoff aus dem sie kamen.

Sischer datt, doch ganz schön einsam noch hier oben
über dem Regenbogen waren mir alle Sterne schnuppe
zum aus der Haut fahren ist genau das was ich will
noch mehr Masken noch mehr Rahmen
noch mehr Puppen in der Puppe zum ausrasten
sich entfalten in Richtung all der aller Einzelheiten
die längst bevor ich sie verinnerlichte, für mich begriffen hatte
jenseits meiner existierten.

Rock'n'Roll hat meinem Leben
einen neuen Sinn gegeben
den Faden wieder aufzunehmen
drehte ich mich nach allen Seiten
wie auf's Äußerste gedichtet etwas herauszukriegen wäre
diesseits beschriebener Kreise; Reifen, Schleifen, Ringe
die sich zu Klängen aus dem Walkman, den Signalen
von Himmelskörper hin zu Muttermal bewegten
sich so zur Windung zur Spirale überdrehten
zum Gesichtspunkt der Geschichte
an dem ich twiste, wo ich swinge
den Punkt nicht knacke, wie eine Feder von ihm springe.

Deutschland, Deutschland spürst Du mich
heute Nacht da komm' ich über Dich
im freien Fall, seh ich den Boden des Realen
durch auslaufende Modelle Deiner hohen Ideale
(ihre bloße Gegenwart macht mich meine Träume hassen)
meine Ängste meine Sorgen
da wo Deine Lichter glühen sind sie verborgen
ich fühl mich an wie Pyrotechnik
ja, ich weiß woher ich stamme
Licht wird alles was ich fassen
Kohle alles was ich lasse
Flamme bin ich sicherlich.

Wo einmal nichts war
gräbst Du im Kopfstand Deine Schächte
wie in Lüfte malst Du in Heimat Blut und Boden
Dir auf Erden einen Himmel vor Augen aus
der Nase nach ins Erdreich rein
doch so gesehen liegt er als Hölle Dir zu Füßen
und was von da kommt kann wie ich nur Teufel sein
ja und ich bin es höchstpersönlich
liege leibhaftig im Detail
Deiner Ordnung, Fehlberechnung, Bildungslücke
entspringt Dein Gott in Deinem Fall die Barbarei

Aus diesem Grund und einem Keller voller Leichen
zieht es Deutschland nach Europa
und ohne sich zu öffnen stellt es Weichen
um Schuld und Angst gleich unter Gleichen fernzuhalten
und sich mit Sicherheit noch weiter zu verdrängen
und ohne sich zu öffnen stellt es Weichen
in ein totales Sinn- und Sein- und Zeitbedürfnis rein
das wie zuvor nur in sich selber kreisen kann
ein neues Haus, das alte, Heimat
bleibt bei der Stange stehen in alter Tradition
kommt ohne wegzugehen an.

In der Tat, too sexy for the führerbunker
ich hab' da gestern wieder ein Problem gehabt
sich selbst im Schönen im Unendlichen heilen
das ist der wahnsinnige Akt meiner Revolte
wer jetzt allein ist wird es bleiben
schießt's mir wie eine Kugel durch den Kopf
traurig genug (?) das war ihr mein Leben
ring ich nach Worten als wär's Luft
um mich dann in den Wind zu schreiben: sold
und nicht mehr blond
fang ich nach allen Regeln der meiner Kunst,
meines Lateins blind an zu beten.

All meine Blicke münden im Dunkeln
und ihre Schritte hinterlassen keine Spuren
ganz unter uns kannst Du mich finden - 
im Schwarz der Punkte auf Papier
mein Herz der Finsternis ein Kino
im Schwarz der Rillen
in denen Du Dich bei Dir spiegelst
das sieht mir ähnlich
und kommt allmählich von der Erinnerung an sich
auf etwas anderes, auf Dich.

Superstarfighter Schmetterling
ohne Angst nichts zu verschleiern
was Liebe nicht zustande bringt
das schafft die Dummheit
das ist der Satz bei dem ich bleibe
wie ein Zuhause werde ich damit nicht fertig
(ein abschreckendes Beispiel der Beschwörung folgt der Trauer)
als wär' ich darauf eingestellt
kreise ich weiter unter Lichtzwang um den Tower
and if my thought dreams could be seen
they probably put my head in an Ich-machine


Eintragung ins Nichts (Contriva-Version)
(Musik & Text - Distelmeyer / Übersetzung - M. Qrella / Bearbeitung - Contriva)
(Wellen der Liebe-12"Maxi/MCD, 2001)

Text
 

Die Diktatur der Angepassten (Mr Bird & Partner Signatur)
(Musik - Felix Müller und Sebastian Vogel / Text - Felix Müller)
(Wellen der Liebe-12"Maxi/MCD, 2001)

Oh Mann, ich hab so'n' Hals
oder... oder... echte Wut im Bauch oder
hab einfach die Schnauze voll
Ich mein: die Leute... die Menschen oder was auch immer 
Is das das Gleiche - kann man das zusammenbringen?

Ich mein: 
Ich seh den Wald vor Bäumen nich
Ich mag die Menschen, doch mißtrau den Leuten nich, 
die auf den Leserbriefseiten der Morgenpost und Bildzeitung
ihren vermaledaiten Einheitsscheiss verbreiten 

Vor lauter Bäumen kann ich den Wald nich sehn
und kaum einen, zu dem ich sagen könnte "Dankeschön"
dafür, dass Ihr nicht da wart, als wir Euch nicht gebraucht haben
also bitte hört auf zu labern und macht Eure Aufgaben

Gebt endlich auf

Man hört immer wieder, was die Leute wollen und was nicht
wie sie denken und leben, steht daneben und denkt sich: "Diese Menschen..." 
-Welche Menschen?- , von denen da immer die Rede ist, 
die in Statistiken Dinge bekennen, nicht selten elenden Mist
für Kriegseinsatz und gegen Überfremdung, für Einkerkern und Wegsperren am besten bis zur Verendung
All denen würd ich nich für 10 Pfennig über´n Weg trau´n
doch ich frag mich "Wo sind diese Leute da draussen?"
Da draussen ist es nicht so leicht, sie zu erkennen,
weil sie natürlich nicht alle mit Reichskriegsfahnen 'rumrennen
sag trotzdem nich: "Ehrlich, das sind Leute wie Du und ich",
denn ich will nich in einen Topf mit so nem Fertiggericht
Du musst deinen Kopf freihalten von ihren blöden Parolen,
ihren gleichschaltenden Sendern, die verschrödern wie verkohlen
Und denk daran, warum ändern schlief
und bleib ihnen so gestohlen 
wie "der entwendete Brief" von Edgar Allen Poe

Ich seh den Wald vor Bäumen nich
Ich mag die Menschen doch mißtrau den Leuten nich,
Die Nackenhaare sträuben sich mir 
beim Gedanken an Schnittchen und Bier
und gepflegt-unter-sich-sein im Kleingärtnerverein

Vor lauter Bäumen kann ich den Wald nich sehn
und kaum einen zu dem ich sagen könnte "Dankeschön",
dafür dass Ihr nicht da wart, als wir Euch nicht gebraucht haben
also bitte geht nach Hause und macht Eure Aufgaben

Gebt endlich auf

Wer war zuerst da?
Die Menschen oder die Leute?
erschufen die einen das andere oder wurden sie des anderen Beute?
Heutzutage wachsen viele auf, ohne grundlegende Werte zu hinterfragen 
und tragen dazu Oberlippenbärte - die Härte
Doch zurück mit dem Thema auf den Plan
Wie war das noch mit Hobbes und dem Leviathan?
Sind die Grundlagen eines Mobs gleich den' eines staates?
Oder kann es sein, dass Du vielleicht gar keine Antwort darauf erwartest?
OK, Gruppen formieren sich durch Gemeinsamkeiten,
um nicht weiter einsam zu streiten
zusammen Dinge einzuleiten, die in ihrem gemeinsamen Interesse liegen, 
verlieren sie Eitelkeiten, doch leider oft auch Eigenheiten

Die Kleinsten gemeinsamer Nenner, auf dass der Kenner lache
sind stets weniger als die Summe der einzelnen Teile
's ist ne dumme sache, ist mathematisch bedingt, 
Da kann man nichts machen
Kein Vergleich, der thematisch hinkt
Das lässt den Inhalt verflachen
So geht´s nach unten, unten auf das Stammtischniveau
Es geht noch tiefer
Wenn der erste Griff ins Klo zeigt, dass unter...
Das kannst' Dir schenken, ich kann's mir schon denken
na gut, dann kann ich ja in der letzten Strophe den Blick auf Besseres lenken

Doch zunächst seh ich Den Wald vor Bäumen nich
Ich mag die Menschen, doch mißtrau den Leuten nich,
Es ist ein Greuel, mich in einsamen Zügen wiederzufinden 
mit den verstopften Hirnrinden der Spindluderblinden

Vor lauter Bäumen kann ich den Wald nich sehn
Und kaum einen zu dem ich sagen könnte "Dankeschön",
dafür dass Ihr nicht da wart, als wir Euch nicht gebraucht haben
Also: 
Gebt endlich auf
Genau
Gebt endlich auf
Es ist vorbei

Wie versprochen kommen wir jetzt noch zu erfreulicheren Dingen 
Denn Widerstand ist nicht bloss zwecklos, sondern kann auch mal gelingen
Und immer weil das gleiche Theater ist nicht das next big thing
sondern von gestern wie der Styleberater von kerry King
Doch wie die Wirtschaft globalisieren sich auch ihre Kritiker
und sind Around the world wie Daft Punk oder Nehbergs Rüdiger
unter den gleichen Netzen, in denen, die eingewählt grad mit Gewinnen im Sinne revolutioneren 
sind die anderen dabei, deren Ansinnen zu sabotieren

Ich hoff', ich täusch mich nich, dass es mehr werden, die es merken
die häufig öffentlich den Druck auf jene verstärken,
die immer weitermachen, höhre Zäune zu bauen, 
um Alles draussen zu halten, was stören kann beim Nägelkauen
Bad news für Leute wie Mister running Kriegsminister 
Der Trend geht weg vom Farbbeutel hin zum Benzinkanister
Lies Göteburg und Genua
Es beginnt mit Unterschriftlisten, 
unterzeichnet mit der Signatur der Angepissten

Ich seh den Wald vor Bäumen nich
Ich mag die Menschen, doch mißtrau den Leuten nich, 
die auf den Leserbriefseiten der Morgenpost und Bild-Zeitung
ihren vermaledaiten Einheitsscheiss verbreiten 

Vor lauter Bäumen kann ich den Wald nich sehn
und kaum einen, zu dem ich sagen könnte "Dankeschön"
dafür, dass Ihr nicht da wart, als wir Euch nicht gebraucht haben
also bitte dampft ab und verzieht Euch wie Rauchschwaden

Gebt endlich auf

Ihr habt´s gehört es ist vorbei
Ihr könnt jetzt bitte aufgeben

Vor lauter Bäumen kann ich den Wald nich sehn
und kaum einen, zu dem ich sagen könnte "Dankeschön",
dafür, dass Ihr nicht da wart, als wir Euch nicht gebraucht haben
Danke das wars - Wir schliessen jetzt unsern Bauchladen

 
Blues wegen Dir
(Musik & Text - Distelmeyer)
(Wir sind frei, 12" Maxi / MCD, 2003)

Ich hab den Blues wegen Dir, Babe
Ich hab den Blues wegen Dir
Ich hab den Blues wegen Dir, Babe
Ich hab den Blues wegen Dir

Du bist nicht da, wenn ich Dich brauche
Immer bist Du weg - Nie bist Du hier
Und ich wart auf Dich und denke: 
"Vielleicht will ich Dich zu sehr"
Ja, ich wart auf Dich Und denke: 
"Vielleicht will ich Dich zu sehr"
Und daß ich dich damit einschränke
Und deshalb willst Du mich nicht mehr

Die Yuppies sitzen in der Sonne
Ich sitze hier und mir ist kalt
Die Yuppies sitzen in der Sonne
Ich sitze hier und mir ist kalt
Die Kinder spielen in den Strassen 
Ich hab den Blues und fühl mich alt

Und ich denk zurück an früher, 
als wir noch nicht zusammen waren
Und ich denk zurück an früher, 
als wir noch nicht zusammen waren

Ich war oft einsam und allein 
doch ich kam besser damit klar
Sei ehrlich: Die, mit den du abhängst, sind Dir doch wichtiger als ich
Sei ehrlich: Die, mit den du abhängst, sind Dir doch wichtiger als ich
Du weißt, ich sitze in der Tinte, und lässt mich trotzdem hier im Stich
Ich sage: Freundschaft ist ein Weg, den man gemeinsam gehen muss
Ich sage: Freundschaft ist ein Weg, den man gemeinsam gehen muss
Wenn man ihn nicht gemeinsam geht, zerfällt der Weg 
und wenig später ist dann Schluß

Und doch lieb ich noch immer
Nur dir zu trauen fällt mir schwer
Ja ich liebe Dich noch immer
Nur dir zu trauen fällt mir schwer
Du konntest immer auf mich bauen
Doch dafür liebst Du mich nicht mehr

Ich hab den Blues wegen Dir, Babe
Ich hab den Blues wegen Dir
Ich hab den Blues wegen Dir, Babe
Ich hab den Blues wegen Dir

Du bist nicht da, wenn ich Dich brauche
Immer bist Du weg - Nie bist Du hier

 
Psycho
(Musik - Distelmeyer / Text - Schorsch Kamerun)
(Wir sind frei, 12" Maxi / MCD, 2003)

Meine Füße sind seit Wochen festgewachsen auf dem Boden ihres Zimmers
Ich glaube, ich bin glücklich, denn täglich nährt sie mich mit einem Kuss
Meistens ist sie fort, doch nie sehr weit, ich höre immer ihre Schritte
Und ich hab Glück, weil ich nicht oft das Haus verlassen muss
Von mir aus kann es ruhig jahrelang so gehen
Solang mich ihre Küsse füttern, bleib ich angewachsen stehen

Es ist zwar psycho - und trotzdem ist es gut so
Psycho - Ich hab's gern so

Immer wenn es Nacht wird, schwirren leise Stimmen durch mein Zimmer
Sie kommen her vom Bücherschrank, es geht um ihre Eifersucht auf mich
Ich kam mit Büchern nie gut klar; und so ist es auch jetzt in diesem Zimmer
Doch so lang sie jeden Morgen ihren Rücken an mir reibt, stört mich das nicht
Meine festgewachsene Welt kann sich ruhig weiter um sie drehen
Solang mich ihre Küsse füttern, bleib ich angewachsen stehen

Es ist zwar psycho - und trotzdem ist es gut so
Psycho - Ich hab's gern so
Psycho - Gut so
Psycho